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Schimmel in Ihrem Neubau entdeckt?
Sie sind stolzer Besitzer eines neuen Hauses und haben jetzt mit entsetzen festgestellt, dass im Haus und Dachstuhl der Schimmel fleißig seine Blüten treibt und sich ein bunter Farbteppich auf Balken und Putz ausbreitet? Meist ein klarer Fall. Hier wurden einige Grundsätze beim Bau des Hauses mal wieder nicht beachtet. Schimmel im Neubau muss nicht sein, falls er aber schon da ist, erfahren Sie in diesem Artikel was man dagegen tun kann.
Ursache Nummer 1 für Schimmel im Neubau ist die viel zu frühe Abdichtung der Gebäudehülle, sodass die Feuchtigkeit, die durch das Aufmauern, das Verputzen oder den Estrich in das Haus gebracht wurden nicht genügend Zeit hatte wieder auszudunsten. Besondere Probleme bestehen häufig wenn beim Hausbau im Winter so schnell wie möglich die isolierverglasten Fenster eingesetzt werden um den Neubau möglichst Dicht zu bekommen, da man ja nicht bei den Innenarbeiten frieren, und im Durchzug stehen möchte. Mehr als ein, zwei Fenster „auf Kipp“ sind da meist nicht drin. Außerdem ist das Dach dann schon gedeckt und mit einer Dampfsperrbahn versehen. Auch hier kann also keine Feuchtigkeit mehr entweichen. Das sind phantastische Bedingungen für einen Schimmel im Neubau! Das ausdunstende Wasser kondensiert am kalten Putz oder auf der Dachunterseite und bietet so dem Schimmel exzellente Lebensbedingungen. Innerhalb weniger Wochen kann hier ein großflächiger Schimmelbefall entstehen.
Ist der Schimmel im Neubau aufgetreten, heißt es so schnell wie Möglich dem Schimmel seine Lebensgrundlage zu entziehen um dem Problem Herr zu werden. Hierzu sind in der Regel zwei Arbeitsschritte erforderlich. Zum einen sollte man den Schimmel Großflächig mit hochprozentigem Alkohol (Isopropanol 80%) abwischen um den akuten Befall zu minimieren (manchmal sind auch umfangreichere Sanierungsarbeiten notwendig) um dann im zweiten Schritt dem Schimmel im Neubau die Lebensgrundlage durch Austrocknung des Hauses zu entziehen. Eine Austrocknung des Gebäudes erreicht man indem man gezielt das Haus belüftet. Da Feuchtigkeit nur von Warm nach Kalt über die Luft transportiert werden kann, ist es nötig das Gebäude aufzuheizen um dann nach einer Aufheizphase das Gebäude querzulüften und so die Feuchtigkeit im Haus abzutransportieren. Je größer der Temperaturunterschied, desto mehr Feuchtigkeit kann ins Freie abtransportiert werden. So sollte man in den Sommermonaten das Lüften möglichst morgens oder abends durchführen, da sich die Außenluft noch nicht aufgeheizt hat bzw. schon wieder abgekühlt ist. Im Winter ist bedingt durch die geringen Außentemperaturen natürlich auch tagsüber ein effektives Lüften möglich. Lüften wenn es draußen wärmer ist als im Gebäude hilft nicht. Im Gegenteil, dem Schimmel im Neubau wird sogar noch Feuchtigkeit zugeführt!
Das Austrocknen der Gebäudehülle und das Bekämpfen des Schimmel im Neubau ist mitunter ein wochenlanger Prozess, der am besten von einem Fachbetrieb oder Sachverständigen überwacht wird. So kann auch gut festgestellt werden wann genügend Feuchtigkeit aus dem Haus entwichen ist, so dass der Schimmel in Ihrem Neubau keine Chance mehr hat neu zu entstehen.
Viel Erfolg beim Bekämpfen von Schimmel im Neubau!
